V7: Intersektionale FLINTA*-Förderung als Pfeiler unserer politischen Arbeit
| Antragsteller*in: | Landesvorstand (dort beschlossen am: 17.02.2026) |
|---|---|
| Status: | Modifiziert |
| Antragshistorie: | Version 1(19.02.2026) |
| Antragsteller*in: | Landesvorstand (dort beschlossen am: 17.02.2026) |
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| Status: | Modifiziert |
| Antragshistorie: | Version 1(19.02.2026) Version 1 |
Präambel
Die Grüne Jugend Hamburg bekennt sich zu einer solidarischen,
queerfeministischen und antirassistischen Politik. Angesichts weltweiter
patriarchaler, sexistischer und autoritärer Entwicklungen – derzeit vor allem im
Iran, in Rojava, Palästina, Israel, Afghanistan, dem Sudan, im Jemen, der
Ukraine und Südafrika – sehen wir eine dringliche Notwendigkeit,
emanzipatorische Kämpfe zu stärken. FLINTA* (Frauen, Lesben,
intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans* und agender Personen) sind weltweit
und in Deutschland struktureller Diskriminierung ausgesetzt. Diese betrifft
multiple Ebenen des Lebens – von körperlicher Selbstbestimmung über ökonomische
Teilhabe bis hin zu sicherer politischer Partizipation. Intersektionale
Perspektiven sind dabei kein „nice to have“, sondern Grundlage progressiver
Politik.
Die aktuellen politischen Entwicklungen zeigen eindrücklich, dass patriarchale
Machtstrukturen global bestehen und gegen sie Widerstand organisiert wird. Diese
Kämpfe stehen in direktem Zusammenhang mit geschlechtlicher, sexueller und
sozialer Gerechtigkeit.
Gerade weil die Kämpfe weltweit im Kern, wenn auch in unterschiedlicher
Ausprägung, dieselben sind, ist es unabdingbar, sich zu verbünden und
solidarisch an der Seite aller zu stehen, die diese Unterdrückung erfahren.
Bündnisarbeit ist deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Trotz
unseres Austritts aus dem 8M Bündnis am 15. Februar 2026 sind uns feministische
Kämpfe weiterhin sehr wichtig. Weil wir als GRÜNE JUGEND Hamburg für einen
solidarischen, gerechten und intersektionalen Feminismus eintreten, war der
Austritt ein notwendiger Schritt, da im Rahmen der Vorbereitungen der
Demonstration zum 8. März zu Tage trat, dass einige Bündnispartner*innen
diametral von unseren Werten abweichen.
Wir werden jedoch weiterhin auf Bündnisarbeit setzen und streben neue
Verbindungen an, um FLINTA*-Förderung voran und auf die Straße zu bringen!
Diskriminierungsmuster sind intersektional
Ungleichheiten aufgrund von Geschlecht, Klasse, Herkunft, Behinderung, sexueller
Orientierung oder körperlicher Verfasstheit stehen in Wechselwirkung.
„Frauenförderung“ im klassischen Sinne ist wichtig – reicht aber nicht aus –,
weil sie oft cis-zentrisch bleibt und nicht alle Betroffenen adressiert, die von
patriarchaler Gewalt betroffen sind.
Diskriminierungsmuster sind intersektional
Ungleichheiten aufgrund von GeschlechtGeschlechtsidentität, Klasse, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfasstheit stehen in Wechselwirkung. „Frauenförderung“ im klassischen Sinne ist wichtig – reicht aber nicht aus –, weil sie oft cis-zentrisch bleibt und nicht alle Betroffenen adressiert, die von patriarchaler Gewalt betroffen sind.
Wir als Grüne Jugend Hamburg wollen daher FLINTA*-Förderung bewusst in den Fokus
rücken, um emanzipatorische Räume, politische Beteiligung und Empowerment zu
stärken – mit besonderer Aufmerksamkeit auf intersektionale Benachteiligungen.
Beschluss
Die Grüne Jugend Hamburg beschließt:
1. Fokus auf FLINTA*-Only und TINA*-Only Veranstaltungen
Wir veranstalten im Rahmen unserer Möglichkeiten regelmäßige FLINTA*-Only
Formate (Workshops, Bildungsveranstaltungen, Vernetzungsformate) in der ganzen
Landesorganisation, die sichere Räume für Austausch (Skill-Sharing), Empowerment
und politische Bildung schaffen. Zusätzlich soll es auch Formate für TINA*-
Personen geben. Dies ist wichtig, da diese Personengruppen in der Gesellschaft
und damit auch im Verband, besonders häufig unsichtbar gemacht werden und auch
in FLINTA*-Räumen häufig unterrepräsentiert sind.
Im Rahmen dieser Veranstaltungen soll möglichst vor jeder
Landesmitgliederversammlung auch die Möglichkeit gewährt werden, in die bei der
anstehenden Landesmitgliederversammlung zu wählenden Ämter Einblicke zu
bekommen. Dies soll die Hürde, sich auf ein Amt zu bewerben, verringern und
verhindern, dass FLINTA* in Ämter gedrängt werden.
Die genannten Räume sollen barrierearm, queersensibel und antirassistisch
geplant werden.
2. Intersektionale FLINTA*-Förderung der Mutterpartei stärken
Wir fordern die Grünen Hamburg auf, verbindliche, intersektionale FLINTA*-
Förderprogramme in ihren Strukturen zu etablieren, die explizit trans*, nicht-
binäre, intergeschlechtliche, agender und weitere marginalisierte Gruppen
mitdenken – über traditionelle Frauenförderung hinaus.
Ferner fordern wir die Grünen Hamburg auf, ihre Satzung dahingehend zu ändern,
als dass das Frauenstatut auch die gleichberechtigte Teilhabe und Förderung von
LINTA* umfasst.
3. Der 8. März als gesetzlicher Feiertag
In Solidarität mit feministischen Bewegungen und zur institutionellen
Anerkennung feministischer Arbeit fordern wir:
Der 8. März muss gesetzlicher Feiertag in Hamburg werden.
Dieser Tag soll nicht nur symbolisch sein, sondern politisches Bewusstsein
stärken und gesellschaftliche Debatten zu Gleichstellung und Gewaltstrukturen
fördern.
Warum braucht es intersektional gedachte FLINTA*-Förderung?
Geschlechterverhältnisse sind vielfältig. Klassische „Frauenförderung“ bleibt oft an binären, cis-zentrierten Vorstellungen hängen und lässt marginalisierte Lebensrealitäten unberücksichtigt. Intersektionale Ansätze gehen über reine Kategorien hinaus und erfassen, wie multiple Diskriminierungen sich verstärken – etwa für schwarze trans* FLINTA*, migrantische nicht-binäre Personen oder FLINTA* mit Behinderung. Eine feministische Politik muss diese Realitäten sichtbar machen und aktiv adressieren.
Warum mehr Sichtbarkeit und Fokus?
Politische Räume – auch in unserer Jugendorganisation – sind nicht automatisch offen für alle. FLINTA* erfahren sowohl strukturelle Ausschlüsse als auch Unsichtbarkeiten, die ihre politische Teilhabe erschweren. Mehr Fokus heißt nicht weniger Solidarität – es heißt vielmehr, Räume so zu gestalten, dass alle, die von patriarchalen Strukturen betroffen sind, sich entfalten können. Diese Sichtbarkeit darf sich jedoch nicht nur auf das Geschlecht beziehen, sondern muss zwingend intersektional sein, also auch andere Diskriminierungsformen aufzeigen und berücksichtigen.
Warum der 8. März als Feiertag?
Der Internationale Feministische Kampftag ist seit über einem Jahrhundert ein Symbol feministischer Solidarität und politischer Mobilisierung. Ein gesetzlicher Feiertag ist ein starkes gesellschaftliches Signal: Wir nehmen feministische Errungenschaften ernst, würdigen Care-Arbeit und thematisieren fortbestehende Ungleichheiten öffentlich.
Um diese Forderungen zu erreichen und am 8. März laut auf die Straße zu bringen, bedarf es sicherer und solidarischer Wirkungsräume und starker Bündnisarbeit. Daher wollen wir ein neues Bündnis schaffen, in dem wir diese wichtige Arbeit voranbringen können!
mind. einmal pro Verbandsjahr AT zu Ämtern, damit man eine Vorstellung davon gewinnen kann
Vernetzung und Unterstützung der FLINTA* in den KVen? (steht so bereits im Handbuch)
FLINTA* How to Anträge schreiben, Rhetorik o.ä. zur Förderung der Beteiligung einführen?
Sollte es separate Angebote für TINA*-Personen auf Hamburg-Ebene geben?
Skill-Training und Sharing?
queerfeministische Linie unterstreichen und ausformulieren
Was passiert gerade? Weltgeschehen, Iran etc.
Warum FLINTA*- und nicht Frauenförderung, warum intersektionaler Ansatz
Aufruf FLINTA* Förderung mehr in den Fokus rücken
Mehr FLINTA*-Only Veranstaltungen
Was ist bestehende Beschlusslage auf Bundes- und Landesebene (kann Magnus machen)
8. März als gesetzlicher Feiertag
Grüne auffordern, intersektional queerfeministisch zu denken