| Antragsteller*in: | Maximilian Alsen (KV Hamburg-Eimsbüttel) |
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W1: Maximilian Alsen
Vorstellung
Moin liebe Freund*innen,
ich kann mich noch an mein erstes GJ-Treffen erinnern. Ich war furchtbar aufgeregt und hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Neben mir saß eine Person, die gefühlt mein Vater hätte sein können. Bei jeder Diskussion, zu der ich mich anmelde, bei jedem Format, an dem ich teilnehme, bei jeder Debatte, die über Kinder & Jugendliche geführt wird, bin ich der Jüngste. Vor allem in der Politik hört man als junge Person ständig: „Dafür bist du noch zu jung“, „wenn du älter bist, verstehst du das“ oder „in deinem Alter war ich noch nicht so weit“. Mittlerweile ist es mir oft unangenehm, mein Alter zu verraten.
Kein Wunder, dass sich junge Menschen von der aktuellen Politik komplett verarscht fühlen. Während alle Rechte abgebaut werden, sollen wir im Zweifel nur noch als Kanonenfutter dienen. Dort wo die Grünen die jungen Menschen wegen ihres massiven internen Rechtsrucks verloren haben, ist es als GJ unsere Aufgabe, sie zurückzuholen. Genau deshalb bewerbe ich mich auf den offenen Koordi-Platz. Ich bin Max, 15 Jahre alt, Schüler und möchte diese Realität verändern. Andauernd wird beklagt, dass junge Menschen in der Politik nicht mitzureden haben, doch wie soll das funktionieren, wenn es heißt: „Das ist nur was für die Alten.“
Gleichzeitig kann Jugendbeteiligung nicht die Antwort auf alles sein. Denn am Ende ist es egal, ob mir Friedrich Merz oder der glorreiche Freiheitskämpfer Quentin Gärtner den Zwangsdienst verkauft. Ich möchte junge Perspektiven klar mit linken Inhalten verbinden. Als GJ Hamburg dürfen wir keine Angst vor Kontroversen haben und müssen die Dinge klar benennen. Ob ein klares Nein zu Olympia, die Benennung des anhaltenden Völkermordes in Westasien oder Kritik am Militarismus der Bundesregierung – ich fordere, dass wir Missstände laut aussprechen, denn diese Themen zeigen am Ende, wer wirklich links ist und wer nur einknickt. Gemeinsam mit euch möchte ich die Altgrünen Uncs abfucken!
Als Koordinator möchte ich nicht das Blaue vom Himmel versprechen, sondern an konkreten Baustellen der GJ Hamburg arbeiten. Wir müssen attraktiver für Schüler*innen und U18 werden. Dass man für Diskussionen kein abgeschlossenes VWL-Studium braucht, darf nicht heißen, dass sie inhaltsleer werden, sondern dass alle gehört werden.
Damit auch komplexe Sachverhalte keine Nischenthemen bleiben, müssen Themen für neuere Mitglieder und Unerfahrene leicht erarbeitbar und niedrigschwellig gestaltet werden. Multiperspektivität ist hier das Entscheidende. Als GJ sind wir noch viel zu homogen. Auch ich erwische mich oft dabei, wie ich Dinge vor allem durch meine eigene, privilegierte Brille sehe – das will ich aufbrechen.
Ich kann euch nicht versprechen, dass alles perfekt wird, aber ich verspreche euch, dass ich meine Perspektive als Schüler und meine Energie als Orga-Mensch nutzen werde, um Barrieren abzubauen, die GJ Hamburg transparenter zu machen und mein Bestes zu geben, damit wir der Mutterpartei wieder gefährlich werden.
Alles Liebe
Max
Ich bin eine FLINTA*-Person:
Nein
Seit November 2025 im Redaktionsteam der GJHH
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