Antragsteller*in: | Carro Göbel (KV Hamburg-Altona) |
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W1: Carro Göbel
Vorstellung
Ihr Lieben,
Wir alle erleben ähnliche Realitäten tagtäglich:
Social Media Feeds voll mit Nachrichten-Posts zu Regierungskrisen, Gewalttaten, Kriegen – neben Posts voller fragiler Männlichkeit, toxischer „Good-Vibes-Only“ Mentalität, Eskapismus und Aktivismus.
Der Alltag ist geprägt von zu hohen Mieten, Inflation, maroder Infrastruktur und Krisen. Wöchentlich könnten wir auf Demos mitlaufen, weil immer mehr Werte und Rechte angegriffen werden. Und die Klimakrise? Die rückt in den Hintergrund, obwohl sie unaufhörlich voranschreitet.
Ich wundere mich nicht mehr über den Rechtsruck, wenn ich diese Ausgangslage sehe. Auch ich wünschte, es gäbe einfache Lösungen für all diese Probleme. Doch das, was die Rechten versprechen, gibt es leider nicht und das muss deutlich werden. Gegen rechts gibt es nur eine Lösung – links.
Es braucht linke Politik auf Augenhöhe, die soziale Realität ernst nimmt, konkrete Verbesserungen schafft und die soziale Frage beantwortet.
They can’t erase us – We rise and we resist!
2024 liefen in Bautzen 700 Rechtsextreme direkt hinter den 1.000 Teilnehmenden des CSDs. Etliche CSDs konnten nur unter enormen Polizeischutz stattfinden. Fakt ist: Queere Menschen werden immer häufiger Opfer von rechter und geschlechtsspezifischer Gewalt.
Wir brauchen endlich ein Verständnis dafür, dass queere Rechte Menschenrechte sind.
Dafür braucht es die Erweiterung von Art. 3 des Grundgesetz um die Merkmale der geschlechtlichen und sexuellen Identität und ein Selbstbestimmungsgesetz, das den Namen verdient hat und nicht von der zukünftigen Regierung in Frage gestellt wird.
Patriarchale Gewalt tötet – Feminismus geht uns alle was an!
Geschlechtsspezifische Gewalt betrifft nicht nur queere Menschen, sondern alle FLINTA*s, also alle Frauen, Lesben, Inter-, nichtbinäre, trans* und agender Personen!
Fast täglich wird eine FLINTA* aufgrund ihres Geschlechts getötet. Und fast alle Täter teilen sich ein Merkmal: Es sind Männer.
Wir müssen endlich verstehen, dass im Patriarchat alle leiden. Queere Personen, migrantisierte Personen, Menschen mit Behinderung, FLINTA* und auch Männer selbst – denn in einem System voller Gewalt richtet sich diese auch immer wieder gegen Männer.
Feminismus muss queer, intersektional und transnational sein.
Unser Feminismus muss inklusiv, antifaschistisch und antikapitalistisch sein.
Und patriarchale Strukturen können nur durch Bildung aufgelöst werden.
Doch unsere Schulen sind am Arsch.
Klassen sind zu voll, Ausstattung nicht vorhanden, Lehrkräfte chronisch überarbeitet, Gebäude marode und das Bildungssystem veraltet, diskriminierend und auch im europäischen und weltweiten Vergleich einfach schlecht. Und das sind nur die Schulen. Weiter geht es dann an Berufsschulen, in Ausbildungsbetrieben, an Hochschulen, Universitäten und auch an Volkshochschulen.
Wir brauchen endlich barrierefreie, kostenlose und diskriminierungssensible Bildung. Lernumfelder müssen sicher sein und gleiche Chancen bieten. Zudem braucht es soziale Infrastruktur, die mentale Gesundheit ernst nimmt und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.
Armut ist kein Naturgesetz
Wer in Armut reingeboren wird, muss nicht arm bleiben – zumindest theoretisch.
Doch statt echte Lösungen zu finden, werden Gruppen gegeneinander ausgespielt. Die Reichsten genießen Privilegien, während Sozialleistungen gekürzt werden. Soziale Sicherheit ist bezahlbar – wenn wir umverteilen und die Reichsten ihren Anteil zahlen.
Stattdessen wird der Populismus immer lauter und wir schauen weg, wenn Menschen leiden, wenn Tausende sich auf gefährlichsten Fluchtrouten begeben und vor der Festung Europa enden. Asyl ist ein Menschenrecht – und davon dürfen wir keinen Zentimeter abrücken.
Menschenrechte statt rechte Menschen
Ich glaube ihr merkt, dass ich dafür brenne, dass unsere Welt eine gerechtere wird. Ich habe kein Bock mehr auf ungleiche Verteilung, auf Diskriminierung und auf Machtmissbrauch. Ich sehne mich nach sozialer Gerechtigkeit und internationaler Solidarität. Und ich bin froh, dass ich in der GRÜNEN JUGEND meine politische Heimat gefunden habe.
Doch wieso bin ich die richtige Person für das Amt der politischen Geschäftsführung?
Es ist kein Geheimnis, dass ich noch recht frisch im Verband bin. Obwohl ich seit 2020 Mitglied bin, bin ich erst seit Januar 2025 aktiv. Da ist die Frage absolut legitim, ob ich mich nach nur ein paar Monaten mit diesem Amt nicht überschätze?
Ich möchte gar nicht abstreiten, dass ich Lücken habe, besonders wenn es um die Details unserer Verbandsstrukturen geht. Ich bringe jedoch 10 Jahre Erfahrung aus drei anderen Jugendverbänden mit. Davon saß ich die Hälfte der Zeit auch in Landesvorständen oder Leitungsgremien. Ich bringe also einiges an Erfahrung mit und möchte meine Perspektive als Erweiterung sehen, weil ich die verschiedenen Eindrücke dafür nutzen kann, Strukturen kritisch zu hinterfragen und so Entscheidungen bewusst und bedacht treffen kann.
Meine Stärken liegen im Projekt- und Wissensmanagement. Neben meiner ehrenamtliche Erfahrung arbeite ich seit 3 Jahren auch als hauptamtliche Koordination in einem gemeinnützigen Jugendverband. Dort begleite ich tagtäglich ehrenamtliche Gremien in ihrer Arbeit. Besonders in der Arbeit mit jungen Ehrenamtlichen sind gute Amtsübergaben und klare Prozesse wichtig. Dazu gehört für mich auch moderieren, vernetzen und Verantwortung zu übernehmen – stets mit dem Blick fürs Ganze und dennoch auch Auge fürs Detail.
Und auch in meiner kurzen Zeit bei der GRÜNEN JUGEND habe ich schon wertvolle Erfahrungen gesammelt: Seit Jahresbeginn bin ich im Bildungsteam. Ich brenne für Bildungsarbeit und so habe ich die Aktiventreffen mit konzipiert und durchgeführt. Durch die Arbeit im Bildungsteam selbst habe ich Eindrücke zur Verbandsarbeit auf Landesebene gewinnen können und auf der Winterwerkstatt zur Bundestagswahl-Kampagne die Bundesebene kennengelernt. Bis zur LMV folgen noch der FrühKo und weitere Aktiventreffen.
Kurz gesagt: Ich bin mir sicher, dass ich das ganz gut kann und Lücken in meinen Kenntnissen rasch schließen werde. Ich hab Bock, Dinge anzupacken und meine Skills in den Verband einzubringen. In den letzten Monaten habe ich schon so viele motivierte und coole Menschen in der GRÜNEN JUGEND Hamburg kennengelernt und es wäre mir eine wirkliche Ehre, eure nächste politische Geschäftsführung zu werden. Daher bitte ich euch um eure Unterstützung meiner Bewerbung und freue mich, wenn ihr mir euer Vertrauen schenkt. Für Fragen stehe ich selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung.
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Über mich:
- Carro (dey/deren)
- 26 Jahre alt *1999
- queer, queerer, Carro
- studiere Bildungswissenschaft und Soziologie
- pädagogische Koordination bei einer gemeinnützigen Austauschorganisation
- Betriebsrät*in und Gewerkschaftler*in
- Poetry Slammer*in und Moderator*in
Politische Schwerpunkte:
- Queerfeminismus u. geschlechtliche Vielfalt
- Bildung
- Mentale Gesundheit u. Inklusion
- Soziale Gerechtigkeit
- Internationales
Kontakt:
Instagram: chaos.mit.system
Signal: carrochaos.26
Ich bin eine FLINTA*-Person:
Yes, bin eine FLINTA*-Person