| Antragsteller*in: | Annika Kruse |
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V1: A26 Ost stoppen - Moore schützen!
Antragstext
Die GRÜNE JUGEND Hamburg fordert einen endgültigen Stopp der Planungen und des
Baus der A26 Ost. Statt einer neuen Autobahn zwischen A7 und A1 braucht Hamburg
eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik, die bestehende Infrastruktur sinnvoll
nutzt und das Klima und die Natur schützt.
Wir fordern:
Den endgültigen Stopp der A26 Ost: Der Hamburger Senat und die
Bundesregierung sollen die Planungen für die A26 Ost beenden und auf die
Realisierung des Autobahnneubaus verzichten.
Den dauerhaften Schutz der Moor- und Biotopflächen in Moorburg: Die
betroffenen Flächen müssen als wertvolle Lebensräume und natürliche
Kohlenstoffspeicher erhalten bleiben. Ihre Entwässerung, Zerschneidung und
Zerstörung durch Straßenbauprojekte muss verhindert werden.
Eine Neuausrichtung der vorgesehenen Investitionen: Die für die A26 Ost
eingeplanten Bundesmittel sollen stattdessen für den Ausbau nachhaltiger
Mobilität eingesetzt werden.
Zukunftsweisende Infrastrukturplanung: Klimafolgen, Naturschäden und die
langfristigen Kosten müssen bei Entscheidungen über Verkehrsinfrastruktur
an erster Stelle berücksichtigt werden.
Begründung
Mit der A26 Ost soll auf rund zehn Kilometern eine neue Autobahn durch den Hamburger Süden entstehen, die die A7 mit der A1 verbindet. Das Projekt ist seit Jahren wegen seiner Auswirkungen auf Klima, Natur und Umwelt umstritten.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Oktober 2025 hat grundlegende Mängel in der bisherigen Planung offengelegt. Das Gericht erklärte den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt für rechtswidrig und nicht vollziehbar, weil unter anderem die Auswirkungen unterschiedlicher Trassenvarianten auf den Klimaschutz nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Der Beschluss wurde damit nicht endgültig aufgehoben, allerdings konnte der Bau auf dieser Grundlage nicht fortgesetzt werden.
Besonders problematisch an dem Projekt sind die Eingriffe in die wertvollen Moorflächen bei Moorburg. Moore speichern über lange Zeiträume große Mengen Kohlenstoff und sind zugleich wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Durch Entwässerung und Zerstörung können gespeicherte Treibhausgase freigesetzt werden. Die geplante Vorzugstrasse würde mehr als 20 Hektar wertvolle Moor- und Torfböden beanspruchen.
Auch finanziell wirft das Projekt erhebliche Missstände auf. Nach aktuellen Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf knapp 2,6 Milliarden Euro. Das sind finanzielle Mittel, die für die Verkehrswende dringend nötig wären.
BUND und NABU Hamburg haben im Oktober 2026 erneut darauf hingewiesen, dass der Hamburger Hafen zwar eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung benötigt, lehnen aber ab, dass eine zusätzliche Autobahn durch ökologisch wertvolle Gebiete gebaut wird. Sie schlagen insbesondere vor, die bestehende Haupthafenroute einschließlich der Köhlbrandquerung weiterzuentwickeln.
Hamburg steht vor der Aufgabe, seine Verkehrsinfrastruktur weiterzuentwickeln und gleichzeitig die eigenen Klimaschutzziele einzuhalten. Der Erhalt der Natur und der Schutz unseres Klimas müssen bei der Planung an erster Stelle stehen.
