| Antragsteller*in: | Magnus Amon Richter |
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W2: Magnus Amon Richter
Vorstellung
Liebe Freund*innen,
ich will mich nicht daran gewöhnen, beim Mittagessen darüber zu sprechen, wohin wir gehen würden, wenn Faschist*innen regieren. Oder was wir tun, wenn ein Krieg unser eigenes Leben erreicht. Solche Gespräche führe ich inzwischen fast täglich im Freundeskreis und auf der Arbeit. Menschen, die mir nahestehen, fragen sich, ob sie hier eine sichere und lebenswerte Zukunft haben. Das macht mir Angst. Und es macht mich wütend.
Zwischen Klimakrise, drohender Wehrpflicht, Krieg, unbezahlbaren Mieten und unsicherer Arbeit fehlt vielen jungen Menschen die Aussicht darauf, dass ihr Leben besser werden kann. Eine Politik, die diesen Zustand nur verwaltet, hat ihnen wenig anzubieten. Ich möchte mit euch für eine Zukunft kämpfen, die mehr bereithält als die nächste Zumutung. Deshalb kandidiere ich als Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg.
Wer die Demokratie retten will, muss die Verhältnisse verändern.
Dazu gehört, angegriffene Menschen zu schützen, rechtsextreme Organisierung zu bekämpfen und die Verhältnisse anzugehen, die Unsicherheit und Ohnmacht hervorbringen. Wer trotz Arbeit die Miete kaum bezahlen kann, braucht mehr als die Warnung, dass unter Faschist*innen alles noch schlimmer würde. Demokratische Politik muss eine glaubwürdige Aussicht eröffnen, das eigene Leben grundlegend verbessern zu können. Wir dürfen den Faschist*innen weder die Unzufriedenheit noch den Anspruch auf Veränderung überlassen.
Demokratie bedeutet für mich auch, selbstbestimmt, in Freiheit und Sicherheit zu leben und über die Bedingungen dieses Lebens mitzuentscheiden. Dieser Anspruch darf auch vor Unternehmen und Eigentumsverhältnissen nicht haltmachen. Solange wenige über unsere Wohnungen, unsere Arbeit und unsere Lebensgrundlagen bestimmen, bleibt er unerfüllt. Deshalb gilt es weiterhin, kapitalistische Machtverhältnisse zu überwinden und unsere Lebensgrundlagen zu demokratisieren.
Diese Auseinandersetzung beginnt auch hier in Hamburg: mit einem Mietendeckel und dem Zurückdrängen großer Immobilienkonzerne. Mit einer Stadt, in der Bildung und Teilhabe nicht vom Geldbeutel abhängen und Klimagerechtigkeit Vorrang vor Profitinteressen hat. Mit einem klaren Nein zu Bezahlkarte, Abschiebezentren und immer neuen Überwachungsbefugnissen. Ein weltoffenes Selbstbild ersetzt keine solidarische Politik.
Gegenüber den Grünen möchte ich Gesprächsbereitschaft mit Konfliktfähigkeit verbinden. Ich will Vorschläge einbringen, um Mehrheiten streiten und Zwischenschritte erreichen, die Menschen konkret entlasten und weitere Veränderungen ermöglichen. Dabei müssen unsere langfristigen Ziele erkennbar bleiben. Menschenrechte, der Schutz vor Abschiebung und soziale Absicherung sind für mich unverhandelbar.
Was ich mitbringe.
Als politische Geschäftsführung habe ich im vergangenen Jahr mit viel Herzblut dazu beigetragen, unseren Verband zu stabilisieren und seine politische Ausrichtung mitzuprägen. Bei mir liefen viele Fäden der Vorstandsarbeit zusammen. Ich habe Vorhaben koordiniert und gelernt, einen Landesvorstand im Team zu organisieren, vorauszudenken und auch unter Druck verlässlich zu bleiben.
Unsere öffentliche Kommunikation habe ich durch Pressearbeit und deren strategische Planung entscheidend mitgestaltet. Seit anderthalb Jahren treibe ich außerdem im Redaktionsteam den Ausbau unserer Social-Media-Arbeit mit voran. Dabei ist mein Wunsch gewachsen, im kommenden Verbandsjahr als Sprecher mehr Verantwortung für unsere politische Arbeit nach außen zu übernehmen.
Besonders deutlich wurde mir das bei unserer Kampagne gegen Olympia: Nach der Beschlussfassung durch unsere LMV im Februar habe ich die Argumentation und politische Linie der Kampagne mitentwickelt. In Abstimmung mit den Sprecher*innen habe ich Pressearbeit, Social Media und Beiträge auf der Landesmitgliederversammlung der Grünen strategisch aufeinander abgestimmt und mitkoordiniert. Aber auch die Debatte zum feministischen Kampftag hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, unsere Entscheidungen gegenüber den Mitgliedern transparent zu erklären und auch unter öffentlichem Druck abgestimmt aufzutreten.
Im Hamburger Bündnis gegen Rechts und im Bündnis für den 1. Mai Jugendblock vertrete ich die GJ Hamburg bereits nach außen. Dort erarbeite ich mit unseren Bündnispartner*innen Positionen und Aufrufe, knüpfe Kontakte und suche tragfähige Vereinbarungen. Diese Arbeit möchte ich ausbauen und dazu beitragen, dass wir als verlässliche linke Kraft in Hamburg mehr bewegen.
Aus diesen Erfahrungen ist mein Entschluss entstanden, als Sprecher zu kandidieren. Ich kenne unseren Verband, habe seine Arbeit organisatorisch und strategisch mitgeführt und seine öffentliche Stimme geprägt. Darauf möchte ich aufbauen und als Sprecher unsere Positionen überzeugend nach außen vertreten
Eigene Themen setzen und gemeinsam Druck aufbauen.
Ich möchte, dass wir früher planen und eigene politische Debatten anstoßen. Pressearbeit, Social Media und Aktionen möchte ich von Beginn an zusammendenken, damit aus einzelnen Beiträgen eine kontinuierliche politische Auseinandersetzung wird. Unsere Positionen zu Antifaschismus, sozialer und Klimagerechtigkeit müssen sich zu einer erkennbaren Zukunftsperspektive verbinden.
Dafür will ich unsere Zusammenarbeit in Bündnissen ausbauen und als GJ mehr Verantwortung bei der Planung und Durchführung von Aktionen übernehmen. Gleichzeitig möchte ich unsere Forderungen mit konkreten Vorschlägen in die Grünen hineintragen.
Doch das alles kann kein Landesvorstand allein leisten. Die Ideen und Fähigkeiten unseres Verbands reichen weit über ein Vorstandsteam hinaus. Mitglieder sollen eigene Themen und Aktionen anstoßen, sich in AGs wie der AG Klimagerechtigkeit engagieren und neue AGs gründen können. Der Vorstand muss sie dabei unterstützen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Ideen umzusetzen.
Ich möchte mit euch eine GRÜNE JUGEND Hamburg sein, die sich etwas zutraut, Menschen zum Mitmachen ermutigt und für ein gutes Leben für alle kämpft.
Die Verhältnisse sind veränderbar. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen.
Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt, in Hamburg geboren und aufgewachsen und lebe derzeit in Eilbek. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und studiere an der FernUni Hagen Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie Soziologie. Wenn ihr Fragen zu mir oder meiner Bewerbung habt, sprecht mich gerne an.
Magnus
(er/ihm)
Ich bin eine FLINTA*-Person und bewerbe mich auf die Plätze für FLINTA*-Personen? (FLINTA* = Frau, L
Nein
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