Der Änderungsantrag beinhaltet zwei Komponenten:
1) Unsere Soldiarität sollte primär den Betroffenen gelten, diese werden im Antrag effektiv nicht erwähnt obwohl sie am meisten leiden werden.
Dahingehend finde ich den Begriff Solidarität zu viel für die Abgeordneten des Parlaments: Aus der Erfahrung und Praxis solidarisieren wir uns mit benachteiligten und betroffenen Menschen der Gesellschaft & Systeme. Diese Definition trifft auf die Abgeordneten nicht zu, denn sie werden nicht mit Repression bedroht oder ausgebeutet, sondern nur mit Kritik konfrontiert, die in unserem demokratischen Verständnis nicht nur akzeptiert und zugelassen werden muss, sondern durch das fahrlässige Abstimmungsverhalten mit den Rechtsextremen auch als berechtigt angesehen werden kann.
2) Dass die Abgeordneten mit Rechtsextremen zusammen abgestimmt haben liegt auch daran, dass im Vorwege der innergesellschaftliche Druck gegen das Mercosur-Abkommen zu niedrig war. Kritik gab es, doch diese wurde nicht von den (deutschen) links-grünen Parteien/Organisationen akzeptiert und ernst genommen.
Daher muss es einerseits ein Umdenken innerhalb grüner Strukturen geben, die sachliche Kritik zulässt und ihr Sichtbarkeit verschafft und andererseits muss dieses Ergebnis auch ein Apell an uns selber sein:
Wenn wir es noch nicht getan haben, dann müssen wir jetzt anfangen uns zu organisieren und zu engagieren und wenn wir es schon bisher taten, dann müssen wir es nun verstärkter tun :) Lasst uns demonstrieren, Kampagnen/Initiativen starten und unserem Protest Gehör und Sichtbarkeit verschaffen!
Nur so können wir hoffentlich beide Richtungen erreichen: Die wirkmächtigen Entscheidungsträger:innen über uns und die betroffenen Menschen an der Basis. Das ist die einzige Möglichkeit diese von den Verlockungen der Populisten und anderer Demokratiefeinden abzuhalten.
Wir kooperieren nicht mit Faschisten, wir bekämpfen sie!
PS: Änderungsantrag Ä1 ist sehr sehr unterstützenswert! Dieser Unterstützungsantrag hier baut auf diesem auf :)
