| Status: | Beschluss |
|---|---|
| Beschluss durch: | Eddie Arriaga Flores |
Ob Olympia oder NOlympia - bessere Verkehrsanbindung für Harburg jetzt!
Beschlusstext
Die GRÜNE JUGEND Hamburg setzt sich für eine Verlängerung der U4 nach Harburg
Rathaus sowie eine Straßenbahn-Verbindung in Wilhelmsburg ein und fordert deren
emissionsarmen Bau.
Begründung
Die S-Bahn-Linie nach Harburg gehört zu den meistbefahrenen und auch verspätungsanfälligeren Linien des Hamburger Nahverkehrs. Einen weiteren Sprung über die Süderelbe ist dringend notwendig – sowohl zur Entlastung des bestehenden Verkehrsnetzes als auch für die Anbindung bisher nicht von der S-Bahn angeschlossener Anwohner*innen. Doch er wird immer wieder aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt.
Was klar ist: Das Bezirk Harburg legt überproportional viele Wege mit dem Pkw zurück. Angesichts des gekippten Verbrennerverbots ist es notwendig, neue Nahverkehrslinien hoher Kapazität zu errichten. Solche Verkehrssysteme fördern auch den sozialen Ausgleich in einem Bezirk, das den zweitniedrigsten Durchschnittseinkommen in der Stadt aufweist und wo viele Anwohner*innen armursgefährdet sind.
Die Verlängerung der U4 gen Süden schafft es immer wieder auf den Tisch, wenn von Olympia die Rede ist. Die HOCHBAHN sagt, die Wirtschaftlichkeit sei sonst nicht gegeben. Machbarkeitsstudien befürworten allerdings eine kombinierte Lösung: eine U4-Verlängerung nach Harburg und den Bau einer Straßenbahn zwischen Kirchdorf und der erwähnten Verlängerung. Diese Variante erweist den besten Kosten-Nutzen-Faktor. Dafür könnten sogar Vorleistungen der S-Bahn genutzt werden.
Der Bau großer Verkehrsinfrastruktur ist selten umweltfreundlich. Der Bau der U5 wird aufgrund hoher CO2-Ausgaben zurecht kritisiert. Deshalb ist es auch wichtig, dass wir uns für die Nutzung nachhaltiger und recycelter Baustoffe aus emissionsarmer Herstellung einsetzen.
